DIY Küchenrenovierung · Fronten abschleifen + neu lackieren · Schritt für Schritt
Von blätternder Farbe zu Grün mit Olive: die Küchenfronten
Von der Demontage bis zum letzten Versiegeln. Mit allen Materialien, der Reihenfolge, die sich bei mir bewährt hat, und den Entscheidungen, die ich unterwegs revidiert habe.
Dauer:
4 WOCHEN
Schwierigkeit
MITTEL
Kosten
ca. 200€
Warum die Fronten dran waren
Neben unserem Esstisch war ein gräßlicher Fliesenspiegel, aus denselben Fliesen wie im WC, der mich schon seit unserem Einzug störte.
Beim Essen immer derselbe Ausblick wie auf dem Klo. Diese Wand hatte besseres verdient.
Das Konzept reifte mehr als ein Jahr in meinem Kopf: oben die florale Tapete "Antje" von Miss Pompadour unten eine grüne Holzverkleidung ("Schatz, ich glaub ich muss da eine Wandverkleidung hinbauen..."), die die Farbe der neu gestrichenen Küchenfronten aufgreift.

Was du brauchst:
Materialien & Produkte
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Vorbereitung
- Schleifmaschinen (Für die großen Flächen die XXX und für die Ecken und Kanten habe ich die XXX genutzt.) und das entsprechende Schleifpapier
- Putzeimer und Lappen für die Reinigung
- Akkuschrauber oder Schraubenzieher zum Abmontieren der Fronten, Türen und Schubladen
Streichen der Küchenfronten
- Grundierung "Zum Halten und Blocken" von MissPompadour
- Lack in Grün mit Olive von MissPompadour (3 Schichten)
- "Zum Versiegeln" von Miss Pompadour
- Flächenstreicher 50mm und 25mm
- Lackrollen
- Abdeckvlies* (mag ich lieber als die fummelige Folie)
Außerdem praktisch:
- Malerkleidung (Ich habe ein Set aus Hose, T-Shirt, Schuhen und Pulli die ich immer zum Malern anziehe.)
- eine Leiter
1. Alles ab
Ich habe in Etappen gearbeitet, da ich für alle Teile gar nicht genug Platz gehabt hätte, um sie alle gleichzeitig zu bearbeiten.
Ich habe mir zuerst ein Muster der "Antje" bestellt — das lohnt sich, weil Miss Pompadour in der Produktbeschreibung konkrete Farbempfehlungen mitliefert. Dann alle Farbkarten an die Wand gehalten, auch an die Küchenfronten und die anderen Wände. Erst wenn das Gesamtbild stimmt, wird bestellt.
💡 Tipp: Materialien früh bestellen. Gerade bei Mustertapeten kann die Lieferzeit dauern — und wer einmal loslegen will, will nicht warten.





2. Wand vorbereiten
- Alten Plastikfliesen-Spiegel entfernen (ja, der war wirklich da 😬)
- Fußleisten abnehmen
- Löcher und Unebenheiten verputzen und glätten
- Wand grundieren — frischer Putz saugt sonst alles weg
❗ Wichtig: Decke und andere Wände vorher streichen, damit die neue Tapete nicht direkt voll gekleckert wird. Die Reihenfolge macht einen echten Unterschied.
3. Tapete anbringen
Kleister kommt bei Vliestapete an die Wand, nicht an die Tapete. Alle Bahnen vorher auf dem Boden auslegen und das Muster angleichen — mit etwas Puffer oben und unten, weil Wände selten wirklich gerade sind.
Ich lege die Bahnen stumpf nebeneinander und schiebe sie noch feucht zurecht — kein Überlappen, kein kompliziertes Zuschneiden. Andrücken mit einem Rakel mit Vlies-Oberfläche, nicht mit rohem Plastik.
Das schmale Wandstück hinter der Tür habe ich aus Tapetenresten zusammengesetzt — das Muster verzeiht das problemlos, solange es versteckt ist.





4. Wandverkleidung bauen
Die Rahmenkonstruktion aus 8 cm breiten Holzleisten habe ich so geplant, dass die Steckdose direkt ins Raster integriert ist — kein Drumrum-Schneiden.
- Lange Leisten oben und unten mit der Wasserwaage anbringen — diese sind der Anker, weil Wand und Boden bei mir definitiv nicht gerade sind
- Mit Montagekleber und Holzhammer befestigen
- Zwischenstreben einzeln ausmessen und beschriften — vorne und hinten können bis zu 2 cm Unterschied sein
- Kleine Tapetenleisten im Abstand zueinander — ich habe erst mit Malerkrepp getestet wie es aussieht, bevor ich geklebt habe. Bündig nebeneinander wirkte zu schwer, mit Abstand war es deutlich eleganter.
💡 Jede Latte einzeln messen. Bei mir wurden die Längen von der Türseite zur Wand hin immer länger — alles war in sich schief. 😅
5. Finish & Lackieren
Reinigen, Grundieren, Lackieren, Versiegeln
- Alle Lücken mit MDF/Holz-Spachtelmasse verspachteln
- Oben und unten Profilleisten aufkleben — das ist der Schritt der aus "selbst gemacht" ein "sieht wirklich edel aus" macht
- Kanten mit Acryl sauber ziehen
- Grundierung auftragen
- 3 Schichten Lack — dünn auftragen, lieber eine Schicht mehr als zu dick
- Versiegeln





Das Ergebnis
Der Plastikfliesen-Spiegel ist weg. Die Steckdose sitzt perfekt im Raster. Das Tapetenreste-Puzzle hinter der Tür sieht niemand. Und das Grün verbindet jetzt Esszimmerwand und Küchenfronten so, dass der Raum eine klare Handschrift hat — und sich anfühlt als wäre er immer so gewesen.
Galerie
Der Prozess und die Verwandlung unseres Essbereichs auf einem Blick.
Kontakt
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hallo@mitputzundpinsel.de







