Essbereich-Transformation: Anleitung für dein DIY-Projekt

DIY Wandgestaltung · Tapete + Holzwandverkleidung · Schritt für Schritt

Von rauer Wand zu botanischem Esszimmer

Das hier ist die komplette Anleitung — von der Planung bis zum letzten Lackstrich. Du findest alle Materialien, Produktlinks und die Schritte die ich gegangen bin. Inklusive der Fehler, die du dir damit sparen kannst.

Dauer:

2 WOCHEN

Schwierigkeit

MITTEL

Kosten

ca. 350€

Warum diese Wand dran war

Neben unserem Esstisch war ein gräßlicher Fliesenspiegel, aus denselben Fliesen wie im WC, der mich schon seit unserem Einzug störte. 

Beim Essen immer derselbe Ausblick wie auf dem Klo. Diese Wand hatte besseres verdient.

Das Konzept reifte mehr als ein Jahr in meinem Kopf: oben die florale Tapete "Antje" von Miss Pompadour unten eine grüne Holzverkleidung ("Schatz, ich glaub ich muss da eine Wandverkleidung hinbauen..."), die die Farbe der neu gestrichenen Küchenfronten aufgreift. 

Was du brauchst: 
Materialien & Produkte

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Für die Wand

  • Tiefengrund "Zum Wand Grundieren" von MissPompadour
  • Gips (Löcher und Unebenheiten ausgleichen)
  • Gipserspachtel* (den hatte ich allerdings schon von meinem Papa bekommen, das hier ist eine Alternative)
  • Abdeckvlies* (mag ich lieber als die fummelige Folie)

Montage der Wandverkleidung

Tapezieren

Außerdem praktisch:

  • Malerkleidung (Ich habe ein Set aus Hose, T-Shirt, Schuhen und Pulli die ich immer zum Malern anziehe.)
  • eine Leiter

Streichen der Wandverkleidung

1. Konzept & Planung 

Bevor irgendetwas bestellt wird

Ich habe mir zuerst ein Muster der "Antje" bestellt — das lohnt sich, weil Miss Pompadour in der Produktbeschreibung konkrete Farbempfehlungen mitliefert. Dann alle Farbkarten an die Wand gehalten, auch an die Küchenfronten und die anderen Wände. Erst wenn das Gesamtbild stimmt, wird bestellt.

💡 Tipp: Materialien früh bestellen. Gerade bei Mustertapeten kann die Lieferzeit dauern — und wer einmal loslegen will, will nicht warten.

2. Wand vorbereiten

  • Alten Plastikfliesen-Spiegel entfernen (ja, der war wirklich da 😬)
  • Fußleisten abnehmen
  • Löcher und Unebenheiten verputzen und glätten
  • Wand grundieren — frischer Putz saugt sonst alles weg

Wichtig: Decke und andere Wände vorher streichen, damit die neue Tapete nicht direkt voll gekleckert wird. Die Reihenfolge macht einen echten Unterschied.

3. Tapete anbringen

Kleister kommt bei Vliestapete an die Wand, nicht an die Tapete. Alle Bahnen vorher auf dem Boden auslegen und das Muster angleichen — mit etwas Puffer oben und unten, weil Wände selten wirklich gerade sind.

Ich lege die Bahnen stumpf nebeneinander und schiebe sie noch feucht zurecht — kein Überlappen, kein kompliziertes Zuschneiden. Andrücken mit einem Rakel mit Vlies-Oberfläche, nicht mit rohem Plastik.

Das schmale Wandstück hinter der Tür habe ich aus Tapetenresten zusammengesetzt — das Muster verzeiht das problemlos, solange es versteckt ist.

4. Wandverkleidung bauen

Die Rahmenkonstruktion aus 8 cm breiten Holzleisten habe ich so geplant, dass die Steckdose direkt ins Raster integriert ist — kein Drumrum-Schneiden.

  1. Lange Leisten oben und unten mit der Wasserwaage anbringen — diese sind der Anker, weil Wand und Boden bei mir definitiv nicht gerade sind
  2. Mit Montagekleber und Holzhammer befestigen
  3. Zwischenstreben einzeln ausmessen und beschriften — vorne und hinten können bis zu 2 cm Unterschied sein
  4. Kleine Tapetenleisten im Abstand zueinander — ich habe erst mit Malerkrepp getestet wie es aussieht, bevor ich geklebt habe. Bündig nebeneinander wirkte zu schwer, mit Abstand war es deutlich eleganter.

💡 Jede Latte einzeln messen. Bei mir wurden die Längen von der Türseite zur Wand hin immer länger — alles war in sich schief. 😅

5. Finish & Lackieren

Reinigen, Grundieren, Lackieren, Versiegeln
  • Alle Lücken mit MDF/Holz-Spachtelmasse verspachteln
  • Oben und unten Profilleisten aufkleben — das ist der Schritt der aus "selbst gemacht" ein "sieht wirklich edel aus" macht
  • Kanten mit Acryl sauber ziehen
  • Grundierung auftragen
  • 3 Schichten Lack — dünn auftragen, lieber eine Schicht mehr als zu dick
  • Versiegeln

Das Ergebnis

Der Plastikfliesen-Spiegel ist weg. Die Steckdose sitzt perfekt im Raster. Das Tapetenreste-Puzzle hinter der Tür sieht niemand. Und das Grün verbindet jetzt Esszimmerwand und Küchenfronten so, dass der Raum eine klare Handschrift hat — und sich anfühlt als wäre er immer so gewesen.

Galerie

Der Prozess und die Verwandlung unseres Essbereichs auf einem Blick.

Kontakt

Noch Fragen zum Projekt, zu den Materialien oder zur Technik? Schreib mir: 
hallo@mitputzundpinsel.de

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